Bäckerei Junge

Zentralverwaltung Bäckerei Junge, Lübeck

Wenn ein Unternehmen wachsen will, braucht es Platz. Deshalb erwarb die Stadtbäckerei Junge das alte Lübecker Offizierscasino aus den 1930 er Jahren mit attraktiver Lage am Wasser und baute es zur ersten Bäckerei außerhalb der Innenstadt um. In den 1970 er und 1980 er Jahren wurde das T-förmige Gebäude mehrfach erweitert. Am Standort war nun Platz für Bäckerei, Konditorei und die Teigvorbereitung. In den ehemaligen historischen Balkensaal hielt die Backstube Einzug, in das Obergeschoss die Verwaltung.

Seit Ende der 1980 er Jahre bereits wurden für die Stadtbäckerei Junge verschiedene Aus- und Erweiterungsbauten geplant und ausgeführt.
Nachdem in mehreren Bauabschnitten die Produktionsstätten Rostock Elmenhorst und Lübeck Roggenhorst entstanden waren, nutzte man die alten Produktionsräume in Lübeck nur noch für die Herstellung von Sahneprodukten. In Teilen des Erdgeschosses wurden Büros für die Buchhaltung eingerichtet.

Zum Ende des Jahres 2014 entschied die Geschäftsführung, das ehemalige Offizierscasino zur Zentralverwaltung und zum Servicecenter für alle Filialen herzurichten.
In Zusammenarbeit mit einem Innenarchitekten entstand ein Konzept, nach dem das alte Gebäude wieder erlebbar geworden ist. Die Decke des alten Balkensaals wurde in ihren Originalzustand versetzt und im Saal ein modernes Großraumbüro eingerichtet. Die Mitte des Baus erhielt ein zentrales Atrium mit einer gläsernen Treppe, an das heute Büros unterschiedlichster Größe grenzen. Ein zentraler Eingangsbereich für Besucher wurde in das Atrium integriert. Einladend ausgestattet und mit einer komplett begrünten Wand ist dieser Bereich zum Treffpunkt und zum Ort des intensiven Austausches zwischen den Mitarbeitern geworden.
Mit dem Umbau sind außerdem eine Testbäckerei, ein Testladen, Pausen-, Besprechungs- und Konferenzräume eingerichtet worden. Im Testladen werden neue Ladensysteme erprobt.
Das Lichtkonzept für das gesamte Gebäude ist intensiv abgestimmt.
Im Baubestand wurde das erste und zweite Dachgeschoss komplett begradigt und ein Fitnessraum eingerichtet. Neu gestaltet wurden zudem der Betriebsladen und die Außenterrasse.

Die alten und neuen Bereiche wurden auch von außen klar erkennbar belassen. Die unterschiedliche Anmutung der Gebäude aus den 30 er Jahren bis zum Jahr 2014 schafft Kontraste und dokumentiert das stetige Wachstum des Unternehmens vom Erwerb des Hauses an.