Deutsche Bank

Deutsche Bank Lübeck AG vormals Handelsbank, 1994 - 1995

Projektbeschreibung Deutsche Bank Lübeck AG vormals Handelsbank, 1994 – 1995, 94009,

Die Hauptgeschäftsstelle der Deutsche Bank Lübeck AG vormals Handelsbank, am Kohlmarkt in Lübeck, wurde in den Jahren 1994 und 1995 vollständig umgebaut, saniert und erweitert.
Zunächst musste auf einem ehemaligen Ausgrabungsgelände ein Ausweichquartier von 2.000 Quadratmetern Fläche für die Mitarbeiter der Bank hergerichtet werden. Dieses konnte in einer extrem kurzen Bauzeit von nur sechs Wochen in Holzrahmen-Bauweise realisiert werden. Unmittelbar nach dem Umzug der Mitarbeiter wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Insgesamt wurde die Baustelle in neun Teilbaustellen unterteilt, auf denen parallel gearbeitet wurde. Zwei Gebäude liegen direkt am Kohlmarkt. Von dort erstrecken sich mehrere Gebäudeflügel in den rückwärtigen Bereich. In der Mitte befindet sich die zentrale Kundenhalle.

Um diese Kundenhalle in der Anmutung eines Atriums zu schaffen, wurde ein Glasdach neu gebaut. Dieses Atrium-Dach ist eine Besonderheit: Es ist als freitragende Konstruktion entsprechend eines Schirmes auf nur vier Punkten aufgelagert. Diese Struktur war erforderlich, weil nur die Auflagepunkte des alten Daches statisch wieder herangezogen werden konnten.
Die Führung der Luftkanäle wurde in die Gestaltung einbezogen.
Das darunter liegende bestehende Dach über der alten Kundenhalle wurde zurückgebaut.
Das Atrium wird für das laufende Tagesgeschäft und für Kundenveranstaltungen genutzt. Aufgrund der guten Akustik wurden dort bereits Konzerte veranstaltet.

Ein rückwärtiger Gebäudeflügel wurde für Seminarräume aufgestockt, ein seitlicher Teil des Hauses für die neue Lüftungs- und Sprinklerzentrale ebenfalls erhöht.

Neben der vollständigen Entkernung aller Büroräume und Neuaufteilung nach den neuen Anforderungen wurde die Kundenhalle nach dem Corporate Design der Deutschen Bank komplett neu gestaltet, ebenso die Eingangshalle mit SB-Bereichen im Erdgeschoss.
Alle Neben-, Treppen- und Technikräume sind komplett saniert oder neu gebaut worden. Drei Aufzugsschächte wurden dem Gebäude neu hinzugefügt, eine Netz-Ersatzzentrale hergerichtet.
Eine vollständige Fassadensanierung schloss sich an.

Aufgrund des zügigen Baufortschritts konnten die ersten Nutzer die Büroräume bereits nach vier Monaten Bauzeit beziehen. Nach und nach wurden alle Bereiche fertiggestellt. Die Gesamtbaumaßnahme war nach 14 Monaten abgeschlossen.

An der Lichtplanung wurde das Büro Peter Andres aus Hamburg beteiligt. Erstmalig werden verschiedene Lichtfarben bei der Beleuchtung entsprechend dem Tagesverlauf eingesetzt.